ANALOG OR DIGITAL

ANALOG ODER DIGITAL


Ich lese häufig Fotozeitschriften und recherchiere im Internet, dabei mache ich mir so meine Gedanken über den technischen Fortschritt in der Fotografie.


Nicht zu leugnen, seit ihrem Beginn bis zum heutigen Tag, hat sich die Fotografie stets in einem rasanten Tempo weiterentwickelt. Dabei sind Kameras am den Tage, an dem sie auf dem Markt kommen, praktisch schon wieder von neuen Technologien überholt. Dies galt schon damals für die Ära der ersten mechanischen Modelle, aber erst recht für die Digitalfotografie in unserer heutigen Zeit.


Lange stand ich den neuen, digitalen Möglichkeiten mit Skepsis gegenüber, denn warum sollte ich das, was ich fotografierte, nicht weiterhin mit meinen alten und vertrauten Schätzchen aufnehmen? Diese Kameras sind teilweise sogar älter als die meisten Fotografen heute. Überhaupt, sind nicht die schönsten und bedeutendsten Aufnahmen in der Geschichte der Fotografie mit Kameras entstanden, die heute kaum einer mehr benutzen möchte?


ANALOG ODER DIGITAL? Nun, bei der Realisierung der eigenen Webseite kamen wir an der digitalen Welt nicht mehr vorbei. Zum Glück gab es aber einen Mittelweg: Das Beste aus beiden Welten! Im Hinblick auf das bestehende Fotoarchiv sollten auch zukünftige Aufnahmen in gewohnter Qualität weiterhin mit analogen Kameras aufgenommen werden, für die Ausgabe aber die Vorzüge der Digitaltechnik in Form eines Filmscanners genutzt werden. Dabei lassen sich die Dias im Gegensatz zu Negativen direkt beurteilen und besitzen eine geringe Körnigkeit und ein hohes Auflösungsvermögen. Die Diavorlagen wurden bei Kleinbild mit einem Filmscanner und bei Mittelformate mit einem Flachbettscanner digitalisiert.


Es gibt noch einen Aspekt, der uns sehr wichtig ist, und der handelt von der Glaubwürdigkeit der Fotos. Welchem Bild kann man noch trauen und welchem nicht? Heute sind nach unserer ganz persönlichen Meinung nicht mehr die Fotos glaubwürdig, sondern der Fotograf, der das Foto gemacht hat. Auch ein Grund, am haltbaren, ehrlichem Original auf Diafilm festzuhalten.

ZUKUNFT

DES

FILMS


yamato

Was nun die Konzeption und Umsetzung der eigenen Internetseite betraf, so stellte sich ein anspruchsvolles Layout und dessen technische Umsetzung als recht aufwendig und komplex heraus. Meine langjährigen Erfahrungen in der Unternehmenskommunikation sollten sich dabei als sehr nützlich erweisen. Für die Internetpräsentation war ganz wichtig, ein stimmiges, harmonisches Gesamtbild entstehen zu lassen, das zur Persönlichkeit und auch zu den Fotografien passte.


Bei der Gestaltung der eigenen Webseite war auch nicht zu übersehen, dass eine gute Digitalkamera den mit Film arbeitenden Verwandten in einigen Bereichen überlegen war. Ein Bild sofort verfügbar zu haben, am Computer oder TV gleich anzeigen zu können und die Vorteile digitaler Bildbearbeitung nutzen zu können, bedeutete eine Flexibilität, die auch uns als eingeschworene Filmfans zum Grübeln brachte.


Was war noch zu bedenken? Nun, vor allem zu Beginn der Digitalfotografie erforderte die Sichtung der Bilddateien, Archivierung, Sicherung, Nachbearbeitung und so weiter einen verhältnismässig hohen Aufwand. Auch die Beherrschung der immer umfangreicheren Software brauchte seine Zeit und erfolgte nur in kleinen Schritten.


Apropos Datensicherung: Spätestens nach dem Verlust aufwendig digitalisierter oder nicht wiederholbarer Aufnahmen, wird die langfristige Sicherung kostbarer Bilddateien zum wichtigen Thema. Dabei sind dann Aspekte wie Lebenserwartung von Speichermedien, zukünftige Kompatibilität der Dateiformate und vieles mehr zu beachten.


Mit Digitalkameras habe ich mich in den letzten Jahren auch intensiv auseinandergesetzt. Letztlich haben mich aber weder eine NIKON D200 noch die Adaption von LEICA-R-Objektiven an einer digitalen CANON EOS 30D davon überzeugen können, der analogen Fotografie gänzlich den Rücken zu kehren und ins digitale Lager abzuwandern. Unglücklicherweise waren nämlich die Aufnahmen, die ich mit den Elektronikwunderwerken machte, nicht unbedingt besser, als die Aufnahmen mit meinen mechanischen Altertümern.


Tatsache ist jedoch, dass digitale Spiegelreflexkameras nicht nur bei den Profis, sondern auch bei den Amateuren, den Siegeszug angetreten haben. Das Geschäft scheint überaus lukrativ und alle grossen Hersteller bieten immer leistungsfähigere und insbesondere auch preiswertere digitale SLRs an.


Obwohl moderne, digitale Kamerasysteme mit grossen Monitoren, leistungsstarken Prozessoren und reichlich Individualfunktionen ausgestattet sind, machen auch diese Fotocomputer das Bild letztlich über eine Kombination aus Zeit, Blende und der richtigen Schärfeneinstellung. Darüber hinaus sorgt die kamerainterne Software dann für die erforderliche Optimierung der Fotos.


Was bleibt ist doch die Erkenntnis, dass Fotografie letztlich die Kunst ist, aus Licht ein Bild von der Welt festzuhalten! Ob ANALOG ODER DIGITAL – dieses Grundelement der Fotografie ändert sich nicht.


PDF